Corona Virus in Augsburg

Corona Virus in AugsburgFakten, Tipps und Beruhigungstee

Ich greife nach meinem Einkaufsbeutel und laufe in Richtung Supermarkt, durch die Schiebetüren, die sich für meinen Geschmack immer einen Tick zu langsam öffnen, in Richtung Einkaufsregale. Doch zu meinem großen Erstaunen – sind sie so gut wie leer. Auch Nudeln, Klopapier, Seife und sogar die Milch-Palette – kein Witz – sind komplett leergeräumt. Ich verstehe kurzzeitig die Welt nicht mehr, doch plötzlich hustet jemand ein paar Meter hinter mir – und da fällt es mir plötzlich wie Schuppen von den Augen: Natürlich, die Corona-Virus-Hamsterkäufe. Ihr habt dieses Bild von leeren Supermarktregalen in den letzten Tagen sicherlich auch schon erlebt. Da fragt man sich doch wirklich: Was ist eigentlich ansteckender – Hysterie oder Corona? Auch wir haben uns für euch ins Corona-Thema gestürzt und klären euch über die wichtigsten Dinge auf.

Mittlerweile wurden schon zwei Krankheitsfälle im westlichen Teil Augsburgs bestätigt, während die Zahl der Corona-Kranken in vielen Ländern täglich steigt. Und man hat den Eindruck es bilden sich zwei Lager: 

  • Typ A

    Auf der einen Seite Typ A, der einen Hamstereinkauf nach dem anderen erledigt und sich in der Apotheke für das letzte Desinfektionsmittel sogar mit seiner Lieblings-Nachbarin streiten würde. 

  • Typ B

    Und auf der anderen Seite Typ B: Diejenigen, die nur noch den Kopf schütteln und die Medien für die voranschreitende Panik verantwortlich machen. 

coronavirus augsburg

Die Großzahl aller Infizierten merken nur leichte oder sogar gar keine Krankheitssymptome.

Die Fakten zeigen: Keine Panik nötig

Klar, es ist schwierig einen kühlen Kopf zu bewahren, wenn man sich selbst und seine Liebsten in Gefahr sieht. Doch gesunde Vorsicht und Panik sind tatsächlich zwei unterschiedlich ausgeprägte Reaktions-Level. Falls ihr euch ehrlicherweise zu dem oben genannten Typ A zählen würdet, dann haben wir – neben der Empfehlung einen Beruhigungstee zu trinken – sechs gute Facts zu dem Thema Corona für euch (und eure Nerven) zusammengefasst:

1. Von Neuinfizierten sind bereits mehr als die Hälfte wieder gesund – das sind unterm Strich mehr genesene Menschen, als aktuell infizierte – Juhu!

2. Die Großzahl aller Infizierten merken nur leichte oder sogar gar keine Krankheitssymptome.

3. Für Kinder ist der Virus meistens ungefährlich.

4. Die Sterberate des Covid-19 (offizielle Bezeichnung des Corona-Virus) ist mit 2,5% deutlich geringer als die des SARS-Virus vor einigen Jahren (10%).

5. Patienten, die bisher in Folge einer Infektion starben, waren häufig über 80 Jahre alt und bereits durch Vorerkrankungen geschwächt.

6. Und: China ist bereits an der Forschung für ein Gegenmittel dran und stellt Ende April erste Ergebnisse vor.

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Von Neuinfizierten sind bereits mehr als die Hälfte wieder gesund

Gesunde Vorsicht, statt Panik

Nüchtern betrachtet ist die Corona-Pandemie eine Art Grippe-Welle, ausgelöst durch einen neuartigen Virus, wobei der Krankheitsverlauf bei den meisten Infizierten so mild verläuft, dass er spurlos an ihnen vorüberzieht. Trotzdem sollte jeder versuchen seinen Beitrag zur Eindämmung des Virus zu leisten, damit der Teil der Schwerbetroffenen weiterhin gering bleibt. Deshalb haben wir euch ein paar hilfreiche Tipps für den Alltag zusammengeschrieben – und nein, Hamsterkäufe stehen nicht auf dieser Liste: 

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So oft wie möglich gründlich die Hände waschen oder die Hände mit einem Desinfektionsmittel einreiben.

1. Anstecken kann man sich via Tröpfcheninfektion, beispielsweise durch Husten, Niesen oder Speicheltropfen beim Sprechen. Deshalb gilt: So oft wie möglich gründlich die Hände waschen!

2. Falls das nicht immer direkt möglich ist, z. B. bei der Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel, dann am besten immer ein kleines Desinfektionsmittel dabeihaben und die Hände 30 Sekunden lang damit einreiben.

3. So wenig wie möglich ins Gesicht fassen, um den Erreger nicht direkt über die Schleimhäute in Augen, Nase oder Mund aufzunehmen.

4. Husten- und Nies-Etikette (as usual) beachten: Zum Beispiel in die Armbeuge und nicht in die Hand Niesen bzw. Husten und die Hände nach dem Naseputzen gründlich waschen.

5. Ja, solche Sachen gehören heutzutage auch dazu: Keine zweifelhaften Social-Media-Informationen verbreiten. Denn am schnellsten verbreitet sich der Corona-Virus nicht über Husten oder Niesen – sondern über die Sensationspresse und soziale Medien…

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Atem-Masken schützen nur 20 Minuten lang vor einer Viren-Übertragung.

Atem-Masken: Nicht unbedingt nötig

Atem-Masken schützen nur 20 Minuten lang vor einer Viren-Übertragung. Grund dafür ist unsere Atemluft, die die Oberfläche der Maske mit der Zeit anfeuchtet und so beste Voraussetzungen für den Erreger bietet. Für alle die sich jedoch abgeschlagen fühlen und somit potenzieller Virus-Träger sein könnten, ist eine enganliegende Atemschutzmaske an öffentlichen Orten zu empfehlen, da sie die Tröpfchen, z. B. beim Sprechen, durchaus aufhalten können. 

Nützliches Wissen: Coronavirus? SARS-CoV-2? Covid-19? Was denn nun?

  • Coronavirus:

    Das Coronavirus ist seit den 60er Jahren bekannt. Seinen Namen hat es, aufgrund seines kranzförmigen Aussehens, aus dem lateinischen erhalten. Corona bedeutet im lateinischen nämlich Kranz oder Krone.

  • SARS-CoV-2:

    Dieses Virus gehört zur Familie des bereits bestehenden Coronavirus. Es ist eng verwandt mit dem alten SARS-Virus und hat deshalb den Namen Schweres Akutes Respiratorisches(den Atem betreffend)Syndrom-Corona-Virus-2 – kurz SARS-CoV-2.

  • Covid-19:

    Diese Bezeichnung steht für die Krankheit, dass das SARS-CoV-2 verursacht. Es ist die Abkürzung für Corona Virus Disease, auf Deutsch: Corona Virus Krankheit. Die 19 steht für 2019, also das Jahr, in dem die Krankheit ausgebrochen ist.

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Symptome des Corona-Virus sind Fieber, trockener Husten, Schnupfen und Abgeschlagenheit.

Good to Know – Symptome des Corona-Virus:

Symptome sind Fieber, trockener Husten, Schnupfen und Abgeschlagenheit – also wie bei einer gewöhnlichen Grippe. Die Inkubationszeit, also die Zeit vom Anstecken bis zum Auftreten der ersten Krankheitszeichen, beträgt 14 Tage. Wenn du dich also zwei Wochen nach einem potenziellen Anstecken noch nicht krank fühlst, ist es wahrscheinlich, dass du den Erreger nicht in dir hast. 

Das Wichtigste ist nun der gesunde Menschenverstand

Wichtig ist also vor allem die Ruhe zu bewahren. Es liegt im Urverhalten der Menschen dem Herdentrieb nachzugehen und zu hamstern, wenn andere hamstern. Doch wir sind in unserer Entscheidung frei und können uns bewusst dazu entschließen, das Thema mit Vorsicht aber ohne Panik zu behandeln. Vorsichtsmaßnahmen im Alltag beachten, damit der Virus sich nicht weiter ausbreitet, aber nicht hinter jedem chinesischen Mitbürger einen Corona-Kranken vermuten. 

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Wichtig ist also vor allem die Ruhe zu bewahren.

Ich stehe noch im Supermarkt und grüble, wie ich meine Pasta mit Pesto später ohne Spagetti kochen soll, als plötzlich – das Nudel-Regal wieder neu aufgefüllt wird. Ich nehme eine Packung, lege sie in meinen Beutel und laufe zufrieden zur Kasse. Also doch Pasta mit Pesto – und vielleicht einen Beruhigungstee dazu…

Dieser Beitrag ist auf redaktioneller Ebene entstanden.

Liza Schuermann

Liza liebt und lebt ihre Schreib-Leidenschaft als Studentin und Marketingmitarbeiterin wirklich in jeder freien Sekunde. Ihre Liebe zu Augsburg hält sie gerne in Wort fest, denn über eine so vielseitige Stadt, die dennoch ihren ländlichen Charme nicht verloren hat, muss schließlich erzählt werden.