Die letzten Zeitzeugen

Die letzten ZeitzeugenKino-Weltpremiere

Die letzten Zeitzeugen“ auf die Leinwand. Zeitzeugen, die den Zweiten Weltkrieg und den Nationalsozialismus noch persönlich erlebt haben geben Einblicke und berichten. Dieser Film geht der Frage nach, warum das, was damals passierte, heute aktueller denn je ist.

Die letzten Zeitzeugen Kino-Weltpremiere

Die letzten Zeitzeugen

Die Handlung

Die Brüder Günther und Heinz Barisch sind selten einer Meinung. Doch wenn es um ihre Heimat geht, leuchten ihre Augen gleichermaßen. Ihre Heimat, das ist das kleine Städtchen Zülz, das heute Biała heißt und seit Ende des Zweiten Weltkriegs zu Polen gehört. Für die Brüder ist es der beschauliche oberschlesische Ort geblieben, auch wenn sie ihn vor knapp 75 Jahren verlassen mussten. In ihrem 85-minütigen Dokumentarfilm „Die letzten Zeitzeugen“ begleiten die beiden Augsburger Filmemacher Michael Kalb und Timian Hopf die Senioren auf eine Reise in die Vergangenheit und besuchen die Orte ihrer Kindheit. Neben den Brüdern interviewte Kalb 35 weitere Zeitzeugen. Sie alle berichten von der Zeit zwischen 1920 und 1950.

Die letzten Zeitzeugen Kino-Weltpremiere

Die letzten Zeitzeugen

„Es ist kein ‚typischer‘ Geschichtsfilm, denn wir wollen vor allem ein junges Publikum erreichen“, sagt der Regisseur und Produzent Michael Kalb. Es darf mit den Zeitzeugen gelacht, geweint, gestaunt und auch der Kopf geschüttelt werden. „Wie ein Mosaik aus Erinnerungen solleder Film die Grausamkeit und Widersprüche des ‚Dritten Reiches‘, das Chaos nach Kriegsende, aber auch den Alltag und manche Lichtblicke dieser Zeit greifbar machen. Ohne auf konkrete aktuelle Ereignisse zu verweisen, werde klar, dass das damalige Geschehen heute brisanter und aktueller sei denn je. Mit dem Wissen um die Hintergründe dieser unmenschlichen Zeit erzeuge gerade die Unreflektiertheit mancher Zeitzeugen ein noch größeres Unbehagen.„

Die letzten Zeitzeugen Kino-Weltpremiere

Die letzten Zeitzeugen

Was geht mich das heute noch an?, werden sich vielleicht einige dieser Jüngeren fragen. Doch in einer Zeit des erstarkenden Nationalismus müssen wir bewusst über unsere Erinnerungskultur entscheiden“, sagen Michael Kalb und Timian Hopf. „Die Zeitzeugen, die den Nationalsozialismus und den Zweiten Weltkrieg noch persönlich erlebt haben, sterben. Umso wichtiger ist es, dass wir ihnen noch einmal genau zuhören.“ Man solle aus ihren Erfahrungen lernen, ihre Geschichten am Leben erhalten - und sie auch kritisch hinterfragen.

Michael Kalb

Dieser Beitrag ist auf redaktioneller Ebene entstanden.

Blanka Gano

Blanka ist Vollblut-Mama und ist mit ihren Kiddies immer vor Ort, wenn was los ist. Ihre Interessen sind vielfältig und genauso abwechslungsreich wie ihr südländisches Wesen. Immer mit der Kamera in der Tasche, ist sie auf der Suche nach den schönsten und außergewöhnlichsten Ecken in und um Augsburg, um euch mit den coolsten Insider-Geheimtipps zu begeistern.