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Augsburger "Klein-Venedig"Das Lechviertel

Die meisten Besucher Augsburgs bewegen sich auf der Maxstraße und dem Rathausplatz. Ganz in der Nähe zeigt sich die Altstadt abseits des Trubels jedoch in einem völlig anderen Gesicht. Enge Gassen, zahllose Kanäle und kleine Ladengeschäfte sind charakteristisch für das Lechviertel, welches häufig auch „Klein-Venedig“ genannt wird.

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Augsburger "Klein-Venedig"

Das romantische Künstler-Viertel

Wer auf dem Rathausplatz steht, nimmt einfach die Treppen direkt neben dem Rathaus nach unten, und befindet sich dann im Lechviertel, das von vielen Touristen häufig leider übersehen wird. Was ihnen entgeht, ist ein Gebiet mit wunderschönen kleinen Gässchen, unzähligen Brücken und kleinen Kanälen, die allesamt aus dem Lech gespeist werden. Früher wurden die Kanäle von mittelalterlichen Handwerksbetrieben wie Gerbern, Webern und Schmieden genutzt, um Maschinen anzutreiben. Waren sie in den 80er Jahren noch abgedeckt, so sind sie heute wieder in ihrem ursprünglichen Zustand sichtbar. Dies verleiht „Klein-Venedig“ sein unvergleichliches Flair.

Noch heute befinden sich in den hier stehenden Häusern etliche Wohnhandwerker und Künstler mit kleinen, individuellen Geschäften. Boutiquen finden sich hier ebenso, wie Bars und Kneipen. Sehenswürdigkeiten sind unter anderem das Geburtshaus von Bertolt Brecht, das Kulturhaus Kresslesmühle und die Alte Silberschmiede, eines der ältesten erhaltenen Augsburger Handwerkerhäuser.

Vor allen Dingen nachts sind die Gässchen des Lechviertels heimelig. Zu bestimmten Anlässen stellen die Bewohner gar Windlichter vor ihren Häusern auf. Spätestens dann schmelzen die Herzen von Romantikern dahin.

Giulia Valent

Dieser Beitrag ist auf redaktioneller Ebene entstanden.

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