Neue Ausstellung bei Druckspätzle: Krötenkunstwanderung

Neue Ausstellung bei Druckspätzle: Krötenkunstwanderungdie Begegnung von Amphibien mit der Kunst.

Zwischen Mystifizierung und Allgegenwärtigkeit: Wie treffen Amphibien mit Zeichenkunst zusammen? Kröten und Frösche erkunden als Wanderer die Natur und werden in der Ausstellung in den Mittelpunkt der Betrachtung gehoben.

Verwarzte Kröten treffen auf delikate Linien. Ihre Begegnung erfolgt auf alten Circusplakaten, die im Laufe eines Jahres von Chiara Sartorelli zusammengetragen wurden. Die Circus-Werke sind geprägt von dem Zusammentreffen von Witterung und Zeichnung. Strukturen verschmelzen mit dem Untergrund. Aus einem alten Plakat entspringen Froschwesen, die tanzend das Bild einnehmen.

Daneben stehen die Tiere der Nacht als traditionelle Projektionsfläche angstbesetzter Vorstellungen im Mittelpunkt. Die Origami-Künstlerin Yvonne Schlosser inszeniert die Frosch-Bebetung, einen Ritus, mit dem Frösche davon abgehalten werden sollten, nachts zu quaken. Und wie sieht es mit dem Froschregen aus? Das quasi als unheilvolles Prodigium verstandene Phänomen, welches Eingang in den Film „Magnolia“ fand, hat ganz natürliche Ursachen. Ob Frösche sich zur Wettervorhersage eignen und welche Frösche wie bis in die 1920er-Jahre als Schwangerschaftstest genutzt wurden, erfährt der/die Besucher*in der Ausstellung.

Natürlich dürfen die Frösche auch mit nach Hause genommen werden. Dass ein Prinz zum Vorschein kommt, wenn man sie nur innig genug küsst, könnte gegen Aufpreis garantiert werden.

Dieser Beitrag ist auf redaktioneller Ebene entstanden.

Autorin: Yvonne Schlosser

Gregor Nagler

Gregor ist ein absoluter Kenner der Augsburger Kunstszene und findet verborgene Orte und alte Geschichten von Augsburg, die begeistern. Seit 20 Jahren erkundet er Augsburg aktiv mit Freunden, Reisegruppen oder auch im Alleingang und kennt jede Ecke in Augsburg.